Haushalt

Tag des Sonnenschutzes

Am Tag des Sonnenschutzes erklärt Yvonne Willicks, wie man sich richtig gegen UV-Strahlung schützt und welche Fehler vermieden werden sollten.

Yvonne Willicks

Richtig vor der Sonnen schützen – mit Hut, Schatten und Sonnencreme

Heute ist der Tag des Sonnenschutzes! Ich weiß, es nervt, aber man kann es nicht genug sagen: Leute, cremt euch ordentlich ein! Wir alle cremen viel zu wenig. Richtiger Sonnenschutz heißt nicht, ein bisschen Creme lieblos auf die exponierten Stellen wie Wangen, Stirn und Schultern schmieren. Das reicht nicht! Sonne verursacht Hautschäden, im schlimmsten Fall Krebs – und das will doch nun wirklich niemand. Nun bin ich zum Glück nicht besonders empfindlich gegen Sonnenstrahlen, das heißt, ich bekomme nicht schnell einen akuten Sonnenbrand, die langfristigen Schäden wie vorzeitige Falten und Altersflecken usw. ereilen aber natürlich auch alle Menschen mit meinem Hauttyp… Deswegen creme ich mich auch regelmäßig ein und trage in der Sonne meistens ein Hut.

Zu viel Sonnenstrahlen schaden der Haut

Hautärzte raten generell von langen Sonnenbädern ab. Besonders schlimm ist die Strahlung zur Mittagszeit zwischen 11 und 16 Uhr, weil die Sonne dann von oben herunter knallt. Besonders dann ist also in jedem Fall Schatten angesagt. Aber eins ist klar, auch im Schatten bekommen wir Sonnenstrahlung ab. Deswegen muss unsere Haut eigentlich den ganzen Sommer lang gegen die schädliche UV-Strahlung geschützt werden. Viele Gesichtscremes enthalten ja bereits einen hohen Lichtschutzfaktor. Das ist praktisch, denn damit ist das Thema Sonnenschutz fürs Gesicht bereits erledigt. Wer keine Creme mit Lichtschutzfaktor verwendet, dem empfehle ich eine spezielle Sonnencreme für das Gesicht, die über die normale Hautpflege aufgetragen wird. Diese Cremes kleben und glänzen nicht so unangenehm wie die meisten konventionellen Sonnenschutzmittel.

Sonnenschutz für die gesamte Haut – eincremen, aber richtig!

Achtet darauf die gesamte Gesichtshaut gut einzucremen. Besonders die sogenannten „Sonnenterassen“, also dort, wo die Sonne zuerst auftritt: Nasenrücken, Ohren, Kinn und Lippen. (An diesen Stellen entsteht häufig Hautkrebs.) Ganz wichtig – besonders für uns Frauen – ist auch ein gut geschütztes Dekolleté. Das wird nämlich gerne oft vergessen und ist dann schnell brauner (und angegriffener) als das Gesicht – unschön!

Wie viel Sonnencreme für eine Anwendung?

Aber wie viel Sonnencreme muss denn nun sein? Es gibt die einfache Faustformel: ein Schnapsglas (30 – 40 Gramm) für den ganzen Körper. Das hört sich viel an und ist auch viel, aber nur so wird der auf der Packung angegebene Lichtschutzfaktor auch erreicht. Generell kann man sagen, wir Deutschen cremen viel zu wenig ein – von der Menge her, meine ich jetzt. Große Teile unserer Haut bleiben ungeschützt. Nun muss natürlich nicht immer alles eingecremt werden. Mit Kleidung bedeckte Haut muss nicht extra geschützt werden. Und auch, wenn ich den ganzen Tag im Sender bin, brauche ich für den Weg dahin und zurück Beine und Arme nicht mit Sonnenschutz einschmieren. Wenn ich allerdings eine Wanderung durch die Eifel mache, wo sich Schatten und Sonne ständig abwechseln, dann natürlich schon. Und wenn ich einen Strandtag plane, dann erst recht. 

Welcher Lichtschutzfaktor für welche Haut?

Der Lichtschutzfaktor gibt an, wie lange die Lotion vor der Sonne schützt. Dazu ist es wichtig zu wissen, welcher Hauttyp man ist. Denn die Zahl gibt an, wie viel mal sich die Eigenschutzzeit der Haut mit der Sonnencreme verlängert. Ich bin beispielsweise Hauttyp 3 und kann damit ungeschützt etwa 30 Minuten in die Sonne, bevor ich einen Sonnenbrand bekommen (was in den letzten Jahren sehr selten vorgekommen ist…). Mit Lichtschutzfaktor 8 kann ich also etwas 4 Stunden Sonnenbaden.

Welcher Hauttyp bist du?

Hellhäutige Menschen bekommen schon nach 5 Minuten Sonnenbrand, der typische Mitteleuropäer nach 10 Minuten, Mischtypen (so wie ich) nach 20 – 30 Minuten und der dunkle Typ nach 40 Minuten. Sprich je heller die Haut, desto höher muss der Lichtschutzfaktor, damit das Sonnenbad Spaß macht. Deswegen ist es wichtig zu wissen, welcher Hauttyp man ist.

Hier kannst du deinen persönlichen Hauttyp bestimmen.
http://www.bfs.de/DE/themen/opt/uv/wirkung/hauttypen-test/hauttypen-test_node.html

Übrigens. Nachcremen verlängert den Sonnenschutz nicht. Natürlich sollte regelmäßig nachgecremt werden, besonders nach dem Baden. Aber ist das Sonnenkonto einmal aufgebraucht, kann der Schutz nicht verlängert werden. Da hilft nur, den Schatten suchen.

Und zu guter Letzt: die Sonnenschutzmittel vom Discounter haben bei vielen Tests sehr gut abgeschnitten. Es muss nicht immer die teuerste Creme sein, um die Haut optimal zu schützen.

Die Stiftung Warentest hat aktuell Sonnenschutzmittel getestet. Die Ergebnisse findet ihr hier:
https://www.test.de/thema/sonnenschutzmittel/

Eure Yvonne