Haushalt

Nie wieder ohne Dich – eine Liebeserklärung an meine Geschirrspülmaschine

Schlieren auf Gläsern, Lebensmittelreste an Besteck, Kratzer im Geschirr – das alles muss nicht sein. Hauswirtschaftsmeisterin Yvonne Willicks mit Tipps für optimale Spülergebnisse.

Yvonne Willicks

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich freue mich jeden Tag aufs Neue über meine Geschirrspülmaschine: In ihr verschwindet wie von Zauberhand jegliches dreckige Geschirr, der Spülvorgang läuft ganz leise und entspannt im Hintergrund nebenbei, und frisst keine kostbare Freizeit und zusätzlich bleiben meine Hände schön zart.

Ich erinnere mich noch sehr gut, wie ich zu Hause bei meinen Eltern in Kamp Linfort zusammen mit meiner Schwester nach dem Essen immer das Geschirr mit der Hand spülen musste. Wir haben uns jeden Tag abgewechselt: Eine spülte, eine trocknete. Am Folgetag war es andersrum. Es war wirklich lästig, aber im Nachhinein betrachtet eigentlich die einzige Pflicht im Haushalt, die uns übertragen wurde.

Spülen, trocknen, spülen, trocken – schwesterlich geteiltes Leid

Als meine Mutter sich dann endlich eine Spülmaschine zugelegt hat, war das eine sehr, sehr große Freude – nicht nur bei mir und meiner Schwester. Das Gefühl ist mir bis heute erhalten geblieben und seitdem mag ich nicht mehr darauf verzichten. Eine Spülmaschine war eine der ersten großen Anschaffungen in meiner Ehe.

Tipps für optimale Spülergebnisse

Selbstverständlich habe auch ich die Anfängerfehler alle mitgenommen: Maschine zu vollgepackt – Spülergebnis dürftig; Maschine falsch eingeräumt – Spülergebnis dürftig; Maschine nicht richtig gereinigt – Spülergebnis dürftig und so weiter und so fort … Learning by doing eben!

Damit es bei euch schneller geht mit den optimalen Spülergebnissen, habe ich hier alles Wichtige noch mal zusammengefasst:

  • Klarspüler, Salz und Reinigungstabs immer richtig dosieren Auch bei Mehrfachtabs Klarspüler und Maschinensalz benutzen. Ich empfehle allerding einfache Tabs, die reichen völlig aus.
  • Geschirr richtig einräumen (Teller und Schüsseln unten in die vorgesehenen Halterungen einsortieren, Gläser und Schüsselchen mit der Öffnung nach unten in die obere Etage, ausreichend Platz zwischen den Teilen lassen).
  • Achtet darauf, dass sich der Propeller in der Maschine noch drehen kann.
  • Auch wenn es am längsten läuft, das Energiesparprogramm ist tatsächlich das Günstigste.
  • Alle 6 Monate einen Spülgang ohne Geschirr mit Maschinenreiniger durchführen. Dann habt ihr länger Freude an eurem Gerät.

Weiße Schlieren auf Gläsern entfernen – so geht es richtig

Kommen Gläser milchig oder trüb aus der Spülmaschine, kann das daran liegen, dass euer Wasser sehr kalkhaltig ist. Die Ablagerungen lassen sich leicht mit Essig- oder Zitronensäure entfernen. Entweder taucht ihr sie in ein Säurebad (Das geht übrigens auch mit Gebissreiniger, statt Essig oder Zitrone) oder mit einer Abreibung mit einem säuregetränkten Tuch. Dabei bitte Handschuhe tragen!  Anschließend die Gläser unter fließendem Wasser abspülen und trocken polieren – und die Klarspülerabgabe in eurer Spülmaschine anpassen. Die Anleitung dazu findet ihr in der Gebrauchsanweisung der Maschine.

Empfindliche Gläser besser von Hand waschen

Hilft das alles nicht, kann es sein, dass das Glas durch die Reinigungschemie oder durch die Hitze in der Spülmaschine korridiert ist. Die Eintrübungen lassen sich dann leider nicht mehr beseitigen. Deswegen gehören empfindliche und teure Gläser eigentlich gar nicht erst in die Spülmaschine – und wenn überhaupt, dann nur in den Schonwaschgang speziell für Gläser mit niedrigen Temperaturen.

Eure Yvonne

 

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