Aktuelles

Leserfragen Teil 3

Ihr habt Fragen an TV-Moderatorin Yvonne Willicks? Dann immer her damit! In ihrem Blog beantwortet die Hauswirtschaftsmeisterin Fragen von Lesern und Zuschauern rund um Haushalts- und Verbraucherthemen.

Yvonne Willicks

Seit meinem letzten Blogpost zur Euren Fragen habe ich schon wieder eine Menge Leserbriefe erhalten. Vielen Dank dafür. Ich freue mich über jede einzelne Zuschrift. Ich freue mich natürlich sehr über euer Lob, aber auch über Kritik und über die vielen Fragen, die mich online erreichen. Viele davon kann ich schnell aus der Hüfte beantworten, bei einigen Fragen muss ich mich aber selber erst einmal schlau machen.

Schaumbildung beim Marmelade-Kochen – Abschöpfen oder lassen?

Zum Beispiel bei der Frage von Maria zu Palmöl in Gelierzucker. Sie hatte mir geschrieben, dass sie einen Zuckerhersteller diesbezüglich angeschrieben und folgende Antwort erhalten hat:

„Früher hat die Hausfrau zur Vermeidung von Schaumbildung beim Kochen von Konfitüren und Marmeladen ein Stück Butter hinzu gegeben; heute macht man dies durch die Zugabe von etwas pflanzlichem Öl, was sich zudem positiv auf die Entmischung der Komponenten auswirkt.“

Maria schreibt: „Bitte erklären Sie mir das, denn alle meine Freundinnen kennen das mit der Butter nicht!“ Liebe Maria, ehrlich gesagt, ich kannte das bislang auch nicht. Ich habe den Schaum einfach immer abgeschöpft und mich nicht damit beschäftigt, ob man die Schaumbildung verhindern kann. Aber, wie ich jetzt herausgefunden habe, kann man es tatsächlich, und zwar mit einem Stück Butter oder ein paar Tropfen Öl. Der Hintergrund ist, dass der Schaum vor allem aus Eiweiß besteht und deswegen besonders stark bei eiweißhaltigen Früchten wie Erdbeeren oder Kirschen vorkommt. Generell ist der Schaum auf der Marmelade kein Problem (außer vielleicht ein Optisches), wenn sie denn schnell aufgegessen wird.

Schaum verkürzt Haltbarkeit von Marmelade

Für eine längere Lagerung kann der Schaum aber problematisch werden, denn er bietet eine optimale Angriffsfläche für Schimmelpilze und die Konfitüre kann schneller verderben. Deswegen ist es sinnvoll den Schaum abzuschöpfen oder – besser noch – ihn gar nicht erst entstehen zu lassen. Das geht 1.) durch ständiges Rühren und das Absenken der Kochtemperatur; 2.) durch Unterrühren vor dem Abfüllen, nachdem die Marmelade etwas abgekühlt ist. Allerdings verkürzt dieses Verfahren auch die Haltbarkeit und die verschlossenen Marmeladengläser müssen im Wasserbad noch einmal nachsterilisiert werden. (Also eher unpraktisch das Ganze!) 3.) eben durch einen Klacks Fett (Butter oder Öl), der den Eiweißschaum (chemisch) bindet. Diese Info habe ich auf dieser Seite gefunden:

www.chemie.de/lexikon/Eischnee.html

Insofern hat der Zuckerhersteller mit seiner Antwort Recht. Wie gesagt, ich hatte vorher noch nie (auch nicht von meiner Oma) etwas über den Klacks Fett gehört. Allerdings finde ich es höchst problematisch, dass es sich bei dem zugegebenen Fett um Palmöl handelt. Generell versuche ich Produkte mit Palmöl zu vermeiden. In absoluten Ausnahmefällen ist Bio-Palmöl ok, da dort an die Anbaumethoden noch höhere Anforderungen gestellt werden.

Mehr Infos zum Einkochen von Marmelade findet ihr übrigens hier:

www.bzfe.de/inhalt/zuckern-1355.html

Wischen mit Handicap

Einfacher fiel mir dagegen die Antwort an Marlies aus Moers, die ein Wischsystem für Schiffsparkett sucht, das ohne Auswringen nebeltrocken ausgepresst, weil sie zwei gebrochene Handgelenke hat. Erstmal gute und Genesung für Dich, Marlies! Mit Händen, die nicht stark belastet werden dürfen, hat man es im Haushalt ja generell schwer. Beim Auswringen insbesondere! Ich würde einen einfachen Wischmopp mit Fransen empfehlen, da dieser durch leichtes Drehen in die Schleuder (das Gitter im Eimer) und anschließendem Druck mit dem Oberkörper auf den Stab, ohne Belastung für Hände und Handgelenke ausgewrungen werden kann. Marlies wollte außerdem noch einen Tipp zur täglichen Reinigung einer Duschglaswand haben. Meine Empfehlung: Nach Gebrauch Wasserspritzer mit einem stabilen Duschwischer abziehen. Das reicht gegen Kalkbildung. Einmal in der Woche mit Badreiniger nachwischen.

Fensterrahmen putzen – so geht es

Aus Frankfurt Sachsenhausen hat mir Andrea geschrieben. Sie hätte gerne einen Tipp zur Reinigung von Fensterrahmen „vor allem innen und in den unzugänglichen Rillen. Welche Lappen/Schwämme und Hilfsmittel eignen sich da? Dieser Part ist bei mir immer sehr zeit- und nervenraubend, die Scheiben sind nicht das Problem.“

Meine Antwort: Zunächst die Rillen aussaugen. Ich bin ein überzeugter Fan von Micorfasertüchern, die kriegen in der Regel alles unkompliziert sauber. (Bitte nicht auf unbehandeltem oder geöltem Holz verwenden!) Je nach Größe der Rillen kann man auch hier Microfasertücher verwenden, wenn man die Ecken spitz zudreht. Aber das ist zugegebenermaßen etwas fummelig. Für kleine Rillen eignen sich ausrangierte Zahnbürsten, die Borsten kommen eigentlich überall hin. Die Flächen der Rahmen können mit Hilfe eines Putzsteins gereinigt werden. Damit werden sie wieder strahlend weiß.

Die nächsten Antworten findet ihr schon bald hier auf meinem Blog.

Bis dahin viele Grüße von eurer Yvonne