Haushalt

Orchidee, my love!

Die Orchidee – die Königin der Zimmerpflanze. TV-Moderatorin und Hauswirtschaftsmeisterin Yvonne Willicks ist ein Orchideen-Fan und hat viele Tipps rund um Kauf und Pflege von Orchideen.

Yvonne Willicks

Jetzt ist Blütezeit! Und jetzt stehen sie wieder überall zum Verkauf: Orchideen in vielen verschiedenen Arten. Sind sie nicht wunderschön? Ich liebe Orchideen! Jede einzelne ist wie ein Kunstwerk – so individuell und so besonders, einfach wunderschön. Und dann hören sie einfach nicht auf zu blühen – wochen- manchmal sogar monatelang! So viel Freude habe ich selten an einer Topfpflanze. Kein Wunder, dass Orchideen zu den meistgekauften Topfpflanzen gehören. Es gibt sie in mehr als über 30.000 Naturarten und 130.000 Züchtungen. Die größte Auswahl und die beste Beratung hat natürlich ein Züchter.

Mehr zu den beliebtesten Arten findet ihr hier:

https://www1.wdr.de/verbraucher/freizeit/o-uebersicht-garten-abc-orchidee-100.html

http://www.orchideenforum.de/gattungen.htm

Orchideen könnt ihr aber auch prima im Supermarkt oder Gartencenter kaufen. Auch diese Pflanzen blühen und halten sehr lange, wenn ihr einige Tipps beachtet.

Tipps zum Kauf von Orchideen

Schau die Pflanze vor dem Kauf genau an. Sie sollte keine braunen Stellen oder Löcher haben (Achtung Schädlinge!). Ihr Blattwerk sollte satt, fest und knallgrün sein. Die Wurzeln einer gesunden Pflanze sind hell- bis dunkelgrün, weiße oder braune Wurzeln deuten darauf hin, dass die Orchidee nicht ganz in Ordnung ist. Besser stehen lassen!

Tipps zur Pflege von Orchideen

1. Standort
Orchideen mögen Luft, Licht und eine konstant warme Temperatur – etwa 20 Grad! Direkte Sonne vertragen sie nicht. Fensterplätze ohne direkte Sonneneinstrahlung sind ideal. Über der Heizung trocknen sie allerdings schnell aus.

2. Wasser
Orchideen sollten nicht gegossen, sondern mit (möglichst weichem) Wasser besprüht werden. Das reicht in der Regel aus, denn sie leben normalerweise auf Bäumen oder Gesteinen und die Wurzeln holen sich die Feuchtigkeit aus der Luft. Ihr könnt die Pflanze auch wässern, wenn es nötig ist. Wenn das Substrat trocken und hellbraun ist, braucht die Orchidee ein Tauchbad. Dazu bitte lauwarmes Wasser verwenden. Einmal das gesamte Wurzelwerk eintauchen, danach gut abtropfen lassen (!), damit die Wurzeln nicht beginnen zu faulen.

3. Dünger
Maximal einmal im Monat düngen.

4. Umtopfen
Wenn das Substrat verrottet ist, sollte die Pflanze umgetopft werden. Natürlich nur in Orchideen-Substrat. Orchideen mögen keine Erde. Entscheidend beim Umtopfen ist der Zeitpunkt. Ideal ist das Frühjahr. Die Pflanze ist umtopfbereit, wenn ihr einen neuen Trieb oder eine neue Wurzelspitze entdeckt. (Einige Arten entwickeln erst im Herbst ihre Triebe. Diese sollten dann entsprechend im Herbst umgepflanzt werden.) Achtet beim Umtopfen darauf, dass ihr die Wurzeln vorsichtig von dem alten Substrat befreit und verfaulte und abgestorbene Teile abschneidet. Wurzeln dann ins frische Substrat einfädeln. Frühestens am nächsten Tag wieder gießen und erst nach drei Wochen wieder düngen.

5. Schneiden
Verblühte Triebe sollten erst geschnitten werden, wenn sie vertrocknet und braun sind. Dann immer unten direkt am Ansatz. Bei mehreren Orchideen-Arten können sich aber auch nach der Blüte noch neue Knospen bilden. Wenn sich allerdings länger nichts tut, obwohl der Stängel noch grün ist, zähle von unten drei Knoten ab und schneide ihn kurz darüber ab. Vielleicht treibt er noch mal aus. Passiert nichts und der Blütentrieb wird braun, dann kannst du ihn getrost unten am Ansatz abschneiden.
Wurzeln sollten abgeschnitten werden, wenn sie matschig, faulig oder vertrocknet sind.

6. Ruhephase
Nach der Blütenpracht folgt in der Regel eine Ruhepause. In dieser Zeit blüht und wächst die Orchidee nicht. Danach blüht sie wieder neu. In der Ruhephase sollte Temperatur und Wassergabe reduziert und gar nicht gedüngt werden. Gönn der Orchidee die Zeit, damit sie danach umso schöner wieder blühen kann.

Sie ist die Königin der Zimmerpflanzen!
In diesem Sinne – liebe Grüße eure Yvonne