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Leserfragen Teil 11

Ihr habt Fragen an Yvonne Willicks? Dann schreibt uns! In ihrem Blog beantwortet Yvonne Fragen von Lesern und Zuschauern rund um Haushalts- und Verbraucherthemen.

Yvonne Willicks

Viele, viele Fragen für Yvonne!

Hier kommt nochmal ein Schwung Antworten für eure vielen, vielen Fragen. Lustigerweise erreichte mit gestern noch mal die Frage, ob, und wenn ja, wie Putzlappen in der Waschmaschine gewaschen werden können. Brigitte hat mir geschrieben, dass sie Putztücher und Wischtücher für Boden und Bad bisher immer bei 60 Grad separat gewaschen hat, jedoch lange sammeln muss, um eine Maschinenladung voll zu bekommen. „Darf man diese Wischtücher – auch Bodenwischtücher – mit zu der Haushaltswäsche geben?“ Tatsächlich ist die Frage nach Putztüchern in der Waschmaschine eine der am häufigsten gestellten Fragen überhaupt an mich. Und zwar schon seit Jahren! Ich hatte schon mehrmals was dazu geschrieben, wiederhole es aber immer wieder gerne 🙂

Zuschauer fragen: Können Putzlappen in die Waschmaschine?

Theoretisch werden Putzlappen mit pulverförmigem Vollwaschmittel bei 40 Grad in der normalen Wäsche hygienisch rein, wenn im Haushalt niemand krank oder pflegebedürftig ist. Die im pulverförmigen Waschmittel enthaltene Bleiche tötet die meisten Keime schon bei 40 Grad ab. Aber bitte nicht das Ökoprogramm wählen, da erreicht das Wasser nämlich nicht die Temperatur! Ich wasche Lappen immer mit den Handtüchern bei 60 Grad, da kommen sie einfach sauberer und weniger fleckig aus der Maschine.

Leserbrief: Ärgerliche Plastikverpackungen

Elke schreibt mir, dass sie sich über das Produkt Kaffeepads Gut & Günstig von EDEKA geärgert hat. Alle redeten über Klima und Plastik und „die Verpackung dieser 20 Pads hat einen überaus überflüssigen Clip an der Packung, da fehlen mir die Worte. Seit 2001 gibt es Kaffeepads und es gibt eben solange Paddosen sowie Clips, die man auch mehrfach verwenden könnte. Ich denke, dass dieser ca. 10 cm Plastikstreifen mit Metalleinlage durchaus zu vermeiden wäre.“

Antwortschreiben von Edeka

Ich habe die Frage an Edeka weitergeleitet, die mir folgendes geantwortet haben: „Um das Aroma des Kaffees bestmöglich zu schützen und zu erhalten, sollte er möglichst ohne Luftkontakt gelagert werden. Der Clip ermöglicht dem Kunden eine einfache und schnelle Lösung, die Verpackung zu verschließen und so das Aroma zu schützen.“ Aus Herstellersicht kann ich die Antwort nachvollziehen, schließlich kann Edeka nicht wissen, wie viele Pad-Benutzer tatsächlich eine Paddose haben.

Verbraucher haben die Macht

Ich empfehle allen Kunden und Verbrauchern: Beschwert euch bei den Herstellern! Wenn sie mit solchen Fragen nach überflüssigen Verpackungs-Gimmicks überflutet werden, reagieren Produzenten schnell. Sie wollen ihre Produkte ja verkaufen und passen sie dem Verbraucherwillen an, wenn sie denn wissen, was die Verbraucher haben und kaufen wollen. Wir Kunden haben die Macht, Dinge zu ändern. Wenn wir Waren, die umweltschädlich, unfair oder ungesund sind oder riesige, überflüssige Plastikverpackungen haben, einfach stehen lassen, dann werden diese über kurz oder lang aus den Regalen verschwinden. Damit tragen wir aber auch Verantwortung. Denn, solange Obst und Gemüse in Plastik in großen Mengen verkauft werden, gibt es für die Handelsriesen keinen Grund sich zu bewegen und Plastik zu vermeiden.

Supermärkte reagieren auf Kundenwünsche

Edeka schließt sein Antwortschreiben mit einem Versprechen: „Generell arbeiten wir laufend daran, unsere Verpackungen zu optimieren: Sie sollen insgesamt nachhaltiger gestaltet und der Anteil ökologisch vorteilhafterer Verpackungen erhöht werden.“

Daumen hoch dafür von meiner Seite und hoffentlich verkaufen sich die Produkte dann auch gut …

Unbeschichtete Pfannen fehlen im WDR-Haushaltscheck Pfannen

Rainer aus Filderstadt hat meine WDR-Haushaltscheck-Sendung zum Thema Pfannen gesehen.

Wer sie verpasst hat, kann hier noch mal nachschauen:

https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/der-haushaltscheck/video–der-haushalts-check-mit-yvonne-willicks—woran-erkenne-ich-die-perfekte-pfanne-100.html

Er war enttäuscht, dass ich nur beschichtete Pfannen vorgestellt habe. „Edelstahl-, emaillierte, Guss- und (kalt-)geschmiedete Pfannen wurden völlig ausgeblendet, obwohl sich letztere für Bratkartoffeln und Steaks wesentlich besser als die beschichteten eignen (Ausnahme: Bratkartoffeln hängen an Edelstahl an). Dünne Pfannkuchen/Omelettes/Crêpes lassen sich in emaillierten Pfannen gut zubereiten. Eine beschichtete Pfanne braucht man allenfalls für Spiegelei und Gemüse, wenn man es anbraten will. … Letzte Anmerkung: Die Begriffe Gusspfanne und geschmiedete Pfanne werden häufig nicht richtig auseinandergehalten. Guss bedeutet, dass Metall flüssig in Form gebracht wird (insbesondere Le-Creuset-Produkte werden gegossen), wohingegen geschmiedet bedeutet, dass das Produkt mechanisch geformt wird.“

45 Minuten Sendezeit sind zu kurz für alles

Lieber Rainer, vielen Dank für deine ausführliche Email und die vielen Informationen. Wir müssen uns bei unseren Sendungen immer beschränken. Wir haben leider nur 45 Minuten Sendezeit. Das hört sich lang an. Ist aber tatsächlich überschaubar. Aber die gute Nachricht ist: Wir drehen aktuelle eine neue Sendung zur Pfannen und darin werden dann auch Guss- und Edelstahl-Pfannen vorkommen. Der Sendetermin steht zwar noch nicht fest, ich werde euch aber hier auf dem Blog und auf meine Social Media-Kanälen auf dem Laufenden halten. Denn natürlich hat Rainer Recht, dass Steak, Schnitzel und alles scharf Angebratene besser in unbeschichteten Pfannen gelingt. 🙂

Eure Yvonne