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Sommerliebling Erdbeere

Frühsommer – Erdbeerzeit! Yvonne Willicks mit Wissenswertem rund um die Erdbeere und Tipps für Einkauf, Verzehr und Lagerung.

Yvonne Willicks
Frische gepflückte Erdbeeren

Viel Sonne, wenig Regen, kein Frost – das ist das perfekte Wetter für Erdbeeren. Die Freiland-Saison hat gerade begonnen und 2018 soll (zumindest im Norden) ein Superjahr für die roten Früchte werden. Obwohl eigentlich ist das Rote der Beere gar nicht die Frucht und eine Beere ist die Erdbeere schon mal gar nicht. Hä? Ja, richtig gehört! Die Erdbeerpflanze gehört – botanisch gesehen – zu den Sammelnussfrüchten und die vermeintliche Frucht ist eine sogenannte „Scheinfrucht“. Die eigentlichen Früchte der Pflanze sind die kleinen gelben Samen, die auf dem roten Fruchtfleisch sitzen. Das sind kleine Nüsschen, deswegen auch Sammel-NUSS-Frucht.

Die Erdbeere ist keine Beere

Him- und Brombeeren sind im Übrigen auch keine Beeren, sondern Sammel-STEIN-Früchte. Die einzelnen kleinen Steinfrüchte bilden nur optisch eine Beere. Eine echte (botanische) Beere (also eine Schließfrucht, die sich aus einem Fruchtknoten bildet und mehrere Samen mit ihrem Fruchtfleisch einschließt) ist die Johannisbeere, aber auch die Weintraube, die Aubergine, die Banane, Zitrone, Orange, Kiwi, Tomate, Melone… ich schweife ab….

Wie erkenne ich frische Ware?

Zurück zur Erdbeere, meiner absoluten Lieblingssommerfrucht! Frische Ware erkennst du an der Farbe, dem Duft und an dem Glanz. Nimm das Körbchen in die Hand und rieche daran! Dann erkennst du sofort, ob sie frisch vom Feld sind. Die Blättchen sollten schön grün sein und die Früchte keine Druckstellen haben. Frisch gepflückt schmecken Erdbeeren am besten.

Erdbeeren richtig lagern

Du kannst sie aber auch zwei Tage im Kühlschrank lagern. Dazu solltest du nur unbeschädigte noch nicht geputzte oder gewaschene Früchte möglichst einzeln und nicht übereinander gestapelt abdecken und im Gemüsefach aufbewahren. Früchte mit Druckstellen unbedingt aussortieren, sonst werden alle anderen auch schlecht.

Und bitte denkt daran, Erdbeeren wollen liebevoll behandelt werden. Das gilt für Ernte, Transport und Verarbeitung. Sie mögen es nicht im Fahrradkorb über Kopfsteinpflaster nach Haus geschuckelt oder in der Einkaufstüte unter den Kartoffeln zerquetscht zu werden.

Erdbeeren richtig waschen

Erdbeeren immer erst kurz vor dem Essen waschen und putzen. Am besten legt ihr dazu die empfindlichen Früchte in ein Sieb und taucht sie kurz in kaltes Wasser. Alternativ geht das auch mit dem Körbchen, wenn es Löcher hat. Bitte Erdbeeren nicht unter fließend Wasser säubern und auch nicht im Wasser liegen lassen! Sonst wascht ihr nicht nur Erde, sondern auch Aroma aus den Früchten. Und natürlich werden die Früchte erst NACH dem Waschen geputzt. Den grünen Stiel könnt ihr leicht mit einem kleinen Gemüsemesser entfernen, wenn ihr die Messerspitze unter das Blatt schiebt und es mit dem Stielansatz heraushebelt. Es klappt auch ganz leicht mit einem Strohhalm. Einfach von unten durch die Frucht schieben.

Erdbeeren selber pflücken

Erdbeeren selbst Pflücken

Früher sind wir mit unseren Kinder oft auf die Erdbeerfelder zum Selberpflücken gefahren. Da standen wir dann stundenlang gebückt in der Sonne, die Kids im Himmel, weil sie sich die Bäuche mit den süßen Früchten vollgeschlagen haben, und mein Mann und ich ernteten eimerweise für den Wintervorrat an Erdbeermarmelade.

Rezept: Yvonne Erdbeermarmelade klassisch

Zutaten für Erdbeermarmelade

Zutaten:

  • 1kg frisch gepflückte Erdbeeren
  • 1 Vanilleschote
  • 1 Zitrone
  • 1 Tüte Gelierzucker (2:1)

Die Erdbeeren waschen und putzen. 1/3 klein schneiden, 2/3 pürieren. Alles in einen Topf geben. Vanilleschote aufschneiden und Mark herauskratzen. Mark, Schote und Zitronensaft dazu geben. Nach Packungsanleitung mit Gelierzucker aufkochen. Noch heiß in ausgekochte Gläser abfüllen und auf den Kopf stellen.

Viel Spaß und frohe Erdbeerzeit – Eure Yvonne